en passant

Mutationen (seit 2007)

Der Planet, auf dem wir leben ist die Welt der Menschen geworden. Die Natur, die uns umgibt und aus der wir eigentlich entstanden sind, ist nur noch ein Hintergrund in unserem Bewusstsein. Wie schemenhafte Geister irren ihre mutierten Überbleibsel durch unser Universum aus Asphalt, Beton und Stahl. Außerhalb unserer selbst geschaffenen Welt sind wir dagegen nur noch Fremde, die ohne Halt dahintreiben. Verzweifelt auf der Suche nach rettenden Ufern mit vertrauten Strukturen aus rechten Winkeln und künstlichem Licht.

Das Projekt ‘En Passant’ versucht die Fremdheit, mit denen sich beide Welten gegenüberstehen, auf künstlerische Art zu beschreiben. In surreal anmutenden Situationen treffen sie aufeinander und offenbaren dabei die tiefen Gräben die sie trennen.

Die Bilder dieses Projekts entstehen als digitale Kompositionen, deren Grundlagen eigene Fotografien und digital gemalte Bildteile sind. Zusätzlich werden auch Inhalte aus vielen medialen Quellen, wie Internet, Zeitschriften, Prospekte, etc… genutzt.

Eine von mehreren Präsentationsformen besteht in der Kombination der ausgedruckten digitalen Kompositionen mit alten medizinischen Röntgenbildbetrachtern. Hierdurch soll der Blick des Betrachters noch stärker auf den Verlust der natürlichen Umgebung fokussiert werden. Die Mutation der eigentlichen Bewohner zu Schattenwesen als Resultat menschlicher Eingriffe in ihre angestammte Welt wird zum pathologischen Fall.