niemandsland

Aus einer Welt ohne Menschen  (seit 2017)

Das Projekt versucht einen neuen Blick auf eine vertraute Umgebung zu werfen. Die Landschaft der Region Bonn, das Siebengebirge und das Rheintal ist Heimat. Man kennt Städte und Dörfer, Straßen und Wege, Wälder und Auen, Berge und Täler. In unzähligen Bildern ist alles bis in den letzen Winkel zu fast allen Zeiten und Wetterlagen dokumentiert worden.

NIEMANDSLAND ist keine Dokumentation, sondern eine Phantasie. Die ursprüngliche Landschaft unterhalb unserer Zivilisationsebene wird sichtbar gemacht. Häuser, Straßen, Autos, Uferbefestigungen, Schiffe, Burgen und andere Zeichen für menschliche Eingriffe in die Natur sind aus den Ansichten von Rhein und Siebengebirge verschwunden. Berggipfel haben Antennenmasten und Aussichtspunkte verloren. Dafür sind Kiesbänke, Inseln und alte Flussarme, die mit der Begradigung des Rheins Ende des 19. Jahrhunderts verschwunden waren, wieder sichtbar.

Die Bilder präsentieren Ansichten, die vertraut sind. Trotzdem werden sie nur selten auf den ersten Blick wiedererkannt. Statt der Landschaft direkt vor der Haustür, vermuten viele Betrachter zuerst Ansichten aus fernen Ländern zu sehen, wie Kanada, Asien oder Südamerika. Beim dritten oder vierten Blick fällt dann auf, dass es Bilder von Rhein und Siebengebirge sind. Hieraus kann sich ein wichtiger Prozess entwickeln, der den Betrachter idealerweise dazu anregen soll, einmal anders über das Zusammenwirken von Natur und menschlicher Zivilisation direkt vor seiner Haustür nachzudenken.

Beispiel unten: Simonskall in der Eifel