red room

Das Theater im Kopf   (2010 – 2017)

 

Nichts davon ist real. Die Bühne, auf der die Stücke aufgeführt werden hat es nie gegeben und die handelnden Personen haben sie nicht gespielt. Das Bühnenbild wurde nicht wirklich aufgebaut und die Dekoration ebensowenig  von Requisiteuren drapiert, wie die Handlung nie geschrieben wurde.

Alles entsteht ad hoc während der Realisation im Kopf des Künstlers als dynamisch wachsendes Konglomerat von Ideen, die sich Laufe des Entwicklungsprozesses gegenseitig ergänzen, vielfach überlagern und immer wider beeinflussen, bis die gesamte Inszenierung irgendwann abgeschlossen ist. Am Ende manifestiert sich ein Bild, das vorgibt, eine fotografische Aufnahme eines Theaterstückes zu sein und fordert vom Betrachter die Einordnung in ein Kontinuum aus ‘vorher’ und ‘nachher’. Dadurch wird sie Teil einer Geschichte, die eigentlich nie erzählt wurde. Diese Arbeitsweise kann ihre Nähe zur ursprünglichen Idee des Surrealismus nicht verleugnen und am Ende des Prozesses findet sich der Künstler nicht selten selbst in der Rolle des staunenden Betrachters wieder.

Die Themen der ‘Stücke’ handeln immer von Menschen. Ihre Ängste und Sehnsüchte, Wünsche und Begierden, Frustrationen und Leidenschaften werden auf der Bühne des ‘Red Room’ präsentiert. Die Akteure geben preis, was sie tief im Innersten bewegt und erlauben so verklausulierte Einblicke in das komplizierte Geflecht aus Emotionen und Interaktion.